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Aberdeen hat eine Reihe von Researchberichten und Diskussionspapieren veröffentlicht.

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Potenzial für institutionelle Investments am europäischen Wohnimmobilienmarkt

  • In Europa ist die fundamentale Nachfrage im privaten Wohnungsmietsektor in den meisten Ländern sehr hoch, im Gegensatz zum Gewerbeimmobiliensektor. Für die starke Nachfrage gibt es zahlreiche Gründe: die Zunahme der Zuwanderung, das starke Bevölkerungswachstum, das höhere durchschnittliche Heiratsalter, die rückläufige Haushaltsgrösse und die Kosten für den Kauf einer Immobilie, die in einigen Ländern extrem hoch sind.
  • In manchen europäischen Ländern und insbesondere in einigen „Sieger-Cities“ ist die Angebots-/Nachfragesituation sogar extrem angespannt. Besonders hoch ist die Nachfrage in den Hauptstädten Skandinaviens sowie in London und Amsterdam.
  • In ganz Europa bestehen Angebotsengpässe, wobei sich eine weitere Verknappung der Kapazitäten abzeichnet, da das neue Angebot mit der Nachfrage nicht Schritt halten kann. Die Gründe hierfür umfassen Einschränkungen durch Flächennutzungspläne (z.B. Grüngürtel und Denkmalschutzauflagen), ein Mangel an Bankkrediten zur Finanzierung von neuen Objekten und die Verschärfung von Umweltschutzauflagen, wodurch die Kosten und Komplexität von Neubauten steigen.
  • Deutschland ist in Europa der am besten etablierte investierbare Markt: Er ist so gross wie alle übrigen europäischen Märkte zusammen und zehn Mal so gross wie der zweitgrösste investierbare Markt, die Niederlande. Allerdings ist in den Niederlanden, in Schweden, der Schweiz sowie in Dänemark und Frankreich und in zunehmendem Mass auch in Grossbritannien derzeit eine rasche Zunahme der Anlagemöglichkeiten zu beobachten.
  • Auch entstehen immer mehr erstklassige private Mietobjekte nach internationalen Standards und bieten sich für grenzüberschreitende Investments geradezu an. Allerdings ist bei der Qualität der Anbieter und Verwalter noch immer eine enorme Bandbreite zu finden. Gleiches gilt für die Preisangaben, die sehr uneinheitlich sind. Unsere anfängliche Analyse bestätigte, dass die Mieten in Deutschland, dem grössten Markt, im Verhältnis zu den Haushaltseinkommen sehr günstig sind.
  • Die Finanzierung von Objekten ist aufgrund der dauerhaft niedrigen Zinsen und Staatsanleihenrenditen im Moment günstig; auch nimmt das Interesse institutioneller Investoren an Wohnimmobilien aufgrund ihrer stetigen Erträge derzeit stark zu. Für die Finanzierung von Objekten bieten sich Forward-Darlehen an.
  • Unsere wichtigsten Schlussfolgerungen für die einzelnen Länder sind im Diskussionspapier zusammengefasst. Allerdings möchten wir betonen, dass die Wohnimmobilienmärkte enorme Unterschiede von einem Land zum anderen bzw. sogar zwischen den Städten innerhalb eines Landes aufweisen, so dass die Kenntnis des lokalen Marktes der Schlüssel zum Erfolg ist.

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